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Laokoon in der Frühen Neuzeit


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Abstract

Wie kaum ein anderes Kunstwerk regt die antike Laokoon-Gruppe zu divergierenden Deutungen an. Das von Plinius d. Ä. hochgeschätzte Meisterwerk zeigt den Todeskampf eines Priesters und seiner Söhne, die am Altar von gottgesandten Schlangen überwältigt werden. Für Winckelmann und Lessing verkörpert die 1506 in Rom wiederentdeckte Gruppe ein durch Beherrschung und Schönheit gemildertes Leiden. An den Akademien der Frühen Neuzeit dagegen ist sie das Muster des Affektausdrucks, so daß dem sterbenden Priester auch jene Schmerzensschreie zugeschrieben werden, die Vergil in der Aeneis erwähnt. Die 'barocke' Sichtweise bleibt über einen Zeitraum von 250 Jahren stabil, bevor sie durch das neoklassizistische Ideal der Affektdämpfung abgelöst wird. Erstmals stellt nun eine Monographie diese weitgehend vergessenen Schichten der Überlieferung im Zusammenhang dar. Das Buch behandelt die künstlerischen Reflexe des Laokoon-Mythos vor der Wiederentdeckung der Gruppe ebenso wie die Herausbildung einer vom antiken Vorbild unabhängigen Laokoon-Ikonographie im 16. und 17. Jahrhundert.

Publisher

  • Publication

    Frankfurt am Main: Stroemfeld, [2018]


Is about

  • Subject

  • Period

    1500-2000


Type

  • Language


Classification

  • ISBN

    • 3866002548
    • 9783866002548

Annotations / title notes

  • Notes

    • Volume 2 contains only illustrations.
    • Based on the author's thesis (doctoral) - Humboldt-Universität, Berlin, 2013.

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