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Abbild, Selbstbild: das Porträt in Nürnberg um 1500
Alternate title
Porträt in Nürnberg um 1500
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Abstract
Die Porträtkunst der Zeit um 1500 ist in der allgemeinen Wahrnehmung eng mit den Leistungen herausragender Künstler und dem Topos der Entdeckung des Individuellen in der Renaissance verknüpft. Ein neues Menschenbild komme in Bildnissen nicht nur zum Ausdruck, sondern sei in Bildern über die Erfassung äußerer Ähnlichkeiten hinaus bis hin zu psychologisierenden Schilderungen gerade erst entfaltet worden. Vor diesem Hintergrund richtet Sebastian Schmidt in seiner Studie den Fokus auf die Stadt Nürnberg, wo ein bedeutender Teil der aus dem deutschsprachigen Raum überlieferten Porträts entstanden ist. Als Grundlage für neue Fragestellungen wird ein Katalog zur Nürnberger Bildnismalerei präsentiert, der in chronologischer Ordnung die Hierarchien der Künstler bewusst vernachlässigt. Da der berücksichtigte Zeitraum bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts reicht, wird es möglich, formale Veränderungen, die etwa die Gebräuchlichkeit von Formaten und funktionale Eigenschaften betreffen, über Jahrzehnte hinweg nachzuvollziehen und in Bezug zu zeithistorischen Einschnitten wie der Reformation zu setzen. Die Erkenntnisse, die sich darüber hinaus auch aus Überlegungen zur Bedeutung des zeitgenössischen Porträtbegriffs 'Konterfei' und aus der Analyse der verwendeten Porträtinschriften ergeben, lassen im Kontext spätmittelalterlicher Glaubensvorstellungen auch Meisterwerke wie beispielsweise die Elternbildnisse Dürers in einem anderen Licht erscheinen.
Publisher
Publication
Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2018
Year
Is about
Subject
Period
1475-1550
Type
Language
Classification
ISBN
- 9783447110129
- 3447110120
Annotations / title notes
Notes
- Originally presented as the author's thesis (doctoral)--Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2016.
- Includes a catalog of the artworks.
Persistent URL
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